Canillas de Albaida

In circa 580 Meter Höhe finden wir im Landkreis Axarquia das Dörfchen Canillas de Albaida. Auf nur knapp 34 km² wohnen circa 900 Einwohner. Damit ist es recht kleines, aber ein sehr gemütliches Dorf, das zum Entspannen nur so einlädt. Canillas de Albaida liegt circa 50 Kilometer von Malaga entfernt, aber nur 2,5 Kilometer von Competa. Die letzt genannte Strecke bietet sich als guter Spaziergang an. Bei einem jährlichen Niederschlag von 670 l/m² und einer Durchschnittstemperatur von 17 Grad Celsius ist das Klima in Canillas de Albaida recht angenehm. Angesiedelt ist das Dorf auf einer Bergkuppe, die sichtlich heraus ragt. Die Häuser sind komplett in Weiß gehalten und der Straßenbau ist labyrinthartig gestaltet. Die Tatsache zeigt, dass die Mauren auch hier gewesen sind. Der Beiname des Dorfes „Albaida“ ist arabisch und bedeutet „Weiß“. Zum Norden hin geht das Gebiet bis zum Gipfel der Sierra Almijara, dort wo sich die Grenze zu der Provinz Granada befindet. Im Süden reicht das Gebiet bis zum Dorf Daimalos und dem Gebiet von Arenas. Die bedeutenden Berge von Chapa, Carneros und Albucaz werden in der Nähe des Dorfes angekündigt durch kleine Erhebungen der Secanillo und Cuevas. Die drei Berge haben Höhen von über 1.600 Meter und werden von Felsschluchten und Sturzbächen umgeben. Unterbrochen wird dies von einigen Pinienwäldern, die einen sehr schönen Übergang darstellen. Dort wo die Wasserfälle zu Bächen werden, kann man romantische Ecken finden und relaxen und entspannen. Solche wundervollen Orte findet man beispielsweise an den Bächen La Cueva, Ciguilias und Turvilla. Pappeln und Oleanderbüsche bedecken die Landschaft und sind eine sehr schöne Ergänzung zu den Gewässern. Zelten kann man wunderbar an dem Zusammenfluss von La Cueva und Turvilla. Dieser Platz wird sehr gerne angenommen. Der Bergrücken am südlichen Teil ist typisch von Axarquia. Dort findet man die Weinberge, Olivenhaine und auch Mandelbäume. Bewässerte Pflanzgebiete findet man im Tal, da dort reichlich Wasser vorhanden ist.

Die Gründung von Canillas de Albaida wird im 13. Jahrhundert vermutet. Ein perfekt dokumentiertes Ereignis kommt aus dem 16. Jahrhundert, als sich Canillas de Albaida den Aufstand der Morisken anschloss und die Schlacht verlor. Eine starke Neigung weist das Labyrinth der Straßen von Canillas de Albaida auf. Bei einem ausgiebigen Spaziergang durch den Ort muss man speziell auf die volkstümliche Architektur achten. Sie ist sehenswert und immer wieder Bilder ein Bild für das Urlaubsalbum wert. Bewundern kann man am Rathausplatz die Nuestra Senora de la Expectacion Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche macht einen massiven Eindruck und wurde auf einen quadratischen Grundriss erbaut. Mit drei Schiffen ausgestattet ist das größere nur mit einer Holzdeckenkonstruktion verkleidet. Erwähnenswert sind der sehr robuste Turm mit seinen zwei Baukörpern und der Chor, gehalten im Rokokostil. Ein schlichtes Gebäude ist die Kapelle Santa Ana, die sich im oberen Teil des Dorfes befindet. Sie hat ein Schiff und eine halbrunde Deckenkuppel. Auffallend sind die Nische und das Atrium mit den mächtigen Streben. Auf dem Weg nach Archez findet man die Kapelle des San Anton aus dem 17. Jahrhundert. Ebenfalls sehr schlicht mit einem Schiff und einer Holzkonstruktion erbaut.

San Anton wird Mitte Januar geehrt und der 24. Juni ist der Johannistag. Die erste Augustwoche ist für drei Tage dem Volksfest zu zuordnen. In der Zeit findet auch die Prozession zu Ehren der Virgen del Rosario statt, als Zusatz zu den typischen Veranstaltungen. Das Ende der Obsternte wird am 7. und am 8. September mit dem entfachen von Lagerfeuern auf den umliegenden Feldern gefeiert.

Im Sommer findet man in der Gastronomie von Canillas de Albaida die Knoblauch-Mandelsuppe und den Gazpacho. Als traditionelles Gericht in diesen Ort muss man den Eintopf mit Fenchel ansehen. Hergestellt in der Gegend wird ein ausgezeichneter Muskateller Wein. Diesen gibt es in allen Varianten, trocken, halbtrocken und auch sehr süß.

 

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