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Campillos

Die Einwohner aus Campillos circa 8.550 an der Zahl nennt man Campilleros. Sie leben auf 188 km² in besinnlicher Ruhe. Antequera liegt westlich und ist circa 30 Kilometer entfernt, die Provinzhauptstadt Malaga ist nur 70 Kilometer entfernt ist. In Campillos fällt jährlich um die 510 l/m² Niederschlag und die durchschnittliche Temperatur von 15 Grad Celsius sorgt für ein angenehmes, warmes Klima. Die typische, spanische Landschaft wird durch eine kleine Höhe von nur 663 Metern unterbrochen und ist ansonsten recht flach auf einer weiten Ebene erstreckt. Die Erhöhung ist der Berg Barrancos, der etwas Abwechslung für das Auge bietet. Ansonsten gibt es keine bemerkenswerten landschaftlichen Blickfänge.

Bestens geeignet ist dieser Landstrich für den Anbau von Getreide und Olivenbäumen. Tatsächlich nimmt die Fläche mit den Anbauten auch den größten Teil der Gemeinde ein und ein weiterer Teil ist bedeckt mit Niederwald und Gestrüpp. Bereichert wird die Landschaft der Gemeinde durch die im Süden gelegenen Stauseen Guadaltebe und Guadalhorce. Die Stauseen bieten einen Kontrast zu der sonstigen Einöde. Eine naturgeschützte Fläche von 1.046 Hektar findet man in einer Lagunenlandschaft. Aufgrund der ökologischen Werte ist es ein Naturreservat, auch wenn die Gegend insgesamt sehr trocken ist.

Der Beweis von der ehemaligen Existenz mehrerer Städte wurde durch die Funde verschiedener Münzen aus der Römerzeit erbracht. Der Ursprung von Campillos wird auf das Jahr 1492 datiert, wo Menschen aus Teba und Osuna dies Dorf gründeten. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts musste der Ortskern durch das Bevölkerungswachstum erweitert werden. Von Costa del Sol kommt man mit dem Auto auf direktem Wege nach Campillos und von Antequera muss man auf die A-92 abbiegen und kommt so nach Campillos hinein. In der Stadt ist die Nuestra Senoira del Reposo das imposanteste undauffälligste Bauwerk. Der Barockstil dieser Kirche ist im gesamten Landkreis bekannt. Erbaut wurde die Kirche um 1506. Im 18. und im 19. Jahrhundert wurde sie umfassend restauriert und umgebaut. Innen findet man drei prunkvoll dekorierte Altäre unter drei Schiffen. Auf acht ionischen Säulen steht der Hauptaltar aus Pinienholz. Die Uhr am Glockenturm wurde von einem Karmelitermönch aus Antequera im Jahre 1631 geschaffen. Kunsthistorische Kapellen sind unter anderen die San Benito, Santa Ana sowie die San Sebastian Kappelle, die von Viehbauern finanziert wurde. Sehenswert sind die Fundstücke von Capacete. Dies ist eine römische Siedlung mit Thermen.

Zu den spannensten Veranstaltungen im ganzen Landkreis Antequera gehören die kulturellen Aktivitäten in Campillos. Bekannte Veranstaltungen, wie die Büchermesse oder der Wettbewerb von Musikkapellen, sind sehr angesehen. Die Büchermesse findet ununterbrochen, jährlich seit 150 Jahren schon statt. In der Theaterwoche Candilejas, in der zweiten Juliwoche, findet im Januar/Februar eine Vorankündigung in Form eines Theaterwettbewerbes statt. Auf Provinzebene ist die Karwoche in Campillos von großer Bedeutung geworden. Die Prozession in der Karwoche findet schon seit 1492 jährlich statt und fünf Bruderschaften gehen durch die Strassen und tragen zehn Throne am Palmsonntag und am Karfreitag. Die Straßen im Ort werden verdunkelt und am Karfreitag trifft man sich auf dem Plaza de Espana. Dies geschieht unter absolutem Schweigen. Man hört in der Zeit nur den Glockenklang für die Verstorbenen.

Mit aller Wahrscheinlichkeit sind die „porra Campillera“ und der „salmbrejo“ die typischen Gerichte in Campillos. Ersteres ist eine Gemüsecreme und das Zweite eine kalte Tomaten-Brotcreme mit hart gekochten Eiern. Dazu wird meist noch Schinken in Würfeln angereicht. Natürlich kommt der Schinken auch aus der Gegend. Qualitativ sehr ausgezeichnet sind die Erzeugnisse aus Schweinefleisch, welche man bei einem Besuch unbedingt kosten sollte. Darunter zählen unter anderen die Paprikawurst und der Schweinerücken in Schmalz, wie auch die Blutwurst und das köstliche Grillfleisch. Abgerundet werden die Angebote in Campillos durch die Süßspeisen Ölgebäck und die Madeleines. Verschiedene Eintöpfe in Campillos werden größtenteils mit Kichererbsen, Linsen oder Bohnen hergestellt.

Mijas

Mijas ist eine Gemeinde in Andalusien und liegt nur circa 30 Kilometer von Malaga entfernt, so dass man die Stadt mit einem Mietwagen oder dem eigenen Auto sehr gut erreichen kann. Die Stadt hat eine Fläche von zirka 149 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl kann nicht genau bestimmt werden, da es keine gesetzliche Meldepflicht in Spanien gibt. Als Anreise- und Abreiseziel kann man den Flughafen in Malaga wählen und sich ein Mietwagen anschaffen. Mit dem Auto kommt man auch in ein paar Minuten an den Strand von Fuengirola. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 17 Grad Celsius ist Mijas sehr warm und immer eine Urlaubsreise wert. Das subtropische Mittelmeerklima zieht immer mehr Touristen an.

Mijas ist ein klassisches Dorf maurischen Ursprungs. Weiß gekalkte Häuser im Herzen Andalusiens, umgeben von Gebirge macht den Urlaub dort unvergesslich. Im Gebirge rund um Mijas kann man wunderbar wandern und die unberührte Natur genießen. Denn das Zentrum von Mijas liegt am Fuße eines 1 150 Meter hohen gleichnamigen Gebirges. Auch Mijas selber liegt 428 Meter über dem Meeresspiegel.

Auch für den ruhigen Urlaub und für Golfurlauber hat der Ort Passendes zu bieten. Man findet hier eine nicht kleine Anzahl wunderschöner Golfplätze. Berühmt ist Mijas durch seine Eseltaxis, die sich durch die engen Verkaufsstraßen drängeln. Sehr sehenswert ist die Kapelle der Virgen de la Pena. Diese wurde im 17. Jahrhundert in den Felsen hinein gebaut. Eine gepflegte Gartenanlage befindet sich auf dem Vorplatz und sie dient wunderbar als ein Aussichtspunkt für Touristen, um von hier das Städtchen im Ganzen zu bewundern. Vor einer Bergspitze befindet sich eine Kirche. Ursprünglich war dort eine Burg und im Anschluss eine Moschee. Wie die anderen Kirchen der Region ist auch diese im Mudejar-Stil erbaut worden und das Mittelschiff hat eine wunderschöne Holzdeckenkonstruktion. Mancher behauptet, dass der Turm mit dem quadratischen Grundriss von der alten Festung stammen könnte. Besichtigen kann man auch die Stierkampfarena, die sich auf den Felsen befindet und von Mauern umgeben ist. Die Wände der Arena sind mit Keramikbildern versehen, die berühmte Stierkämpfer abbilden. Errichtet wurde der Platz im Jahre 1900. Das weltweit erste Miniaturenmuseum befindet sich in der Avenida del Compas. Eindrücke in das landwirtschaftliche Leben in und um Mijas kann man im Casa Museo bewundern. Es werden dort Werkzeuge und traditionelle Utensilien ausgestellt.

Die Restaurants in Mijas bieten eine „Küche der fünf Kontinente“, denn es wurden immer ausländische Gerichte in die Speisekarten der Restaurants in Mijas aufgenommen mit dem Ergebnis, dass das Essen hier sehr vielseitig ist. Alte Traditionen wurden dennoch beibehalten. Dazu zählt unter anderen der salmorejo, dies ist eine kalte Tomate, gefüllt mit einer Creme, die nach traditionellem Rezept hergestellt wird. Als einheimische Süßspeise gilt das Hornazos. Dies ist ein Brotgebäck mit Ei in der Mitte.