Portbou gilt als das nördliche Tor zur Costa Brava. Die kleine Gemeinde mit ihren zirka 1300 Einwohnern liegt in der Region Alt Empordà direkt an der französisch-spanischen Grenze. In Portbou geht es in der Regel beschaulich und ruhig zu. Das kleine Dorf verfügt lediglich über vier bis fünf größere Hotels und Pensionen, die ganzjährig geöffnet sind. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Ferienwohnungen und Häusern, die meist nur während der Saison vermietet werden. Der Charme des kleinen Dorfes zieht jedes Jahr eine Reihe von Stammgästen an, die regelmäßig immer wieder ihren Urlaub in Portbou verbringen. Das Besondere des Ortes ist die Nähe zu Frankreich. Urlauber, die eine Ferienwohnung vor Ort mieten, haben so auch die Möglichkeit Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in Frankreich zu unternehmen. An den Wochenenden ist das kleine Dorf sehr belebt. Oft kommen Franzosen für einen Tagesausflug rüber nach Portbou. Hier können sie diverse Waren, wie Genussmittel, günstiger einkaufen. Portbou liegt in einem Tal und ist von nahezu unverfälschter Natur umgeben. Die wunderschöne Altstadt des Fischerdorfes ist von Steilküsten und Berghängen mit üppiger Flora und Fauna umgeben.
Die Strände in Portbou sind eigentlich nie überfüllt. Für Wassersportler und Aktivurlauber ein Paradies, denn hier kann meist noch jeder sein eigenes kleines Stück Strand finden. Neben dem Hauptstrand Playa Gran gibt es viele kleine, abgelegene Buchten zu entdecken. Zu den schönsten zählen Cala del Pi, Les Fresses und Playa de Claper. So sind auch Urlauber, die den Massentourismus umgehen wollen gut in Portbou an der Costa Brava aufgehoben.
In Deutschland ist Portbou aus einem ganz besonderen Grund bekannt geworden. Der Philosoph Walter Benjamin überquerte 1940 mit einer Flüchtlingsgruppe die Pyrenäen. Portbou war die letzte Station im Leben des bekannten, jüdischen Gelehrten. Er nahm sich am 27. September 1940 im Hotel de Francia in Portbou das Leben. Ob es sich wirklich um einen Freitod handelte ist jedoch bis heute von einigen Experten umstritten. Benjamin zu Ehren wurde im Dorf die Gedenkstätte Passagen errichtet, die heute von vielen Touristen besucht wird.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Es gibt in Portbou rund ein Dutzend Restaurants und Bars in denen man sich mit heimischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen kann. Geschäfte und Souvenirläden sind ebenso in ausreichender Zahl vorhanden.
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Jun.15,2010
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